Der bekannte Altphilologe und Initiator des Goethe-Wörterbuches W. Schadewaldt schrieb schon, dass Goethes „ Knabenmärchen „ Der NEUE PARIS “ in DuW, welches aus den 2 berühmten Kinderträumen besteht (S. 59–73),: „sich recht besehen als eine andere Spielart des Kerngeschehens des Zweiten Faust herausstellt“ (Schadewaldt,1963, S. 263), „[…]und [...] die beiden [...] Dichtungen [...] aufs Genaueste übereingehen“ (S. 280) . Es ist zudem wahrscheinlich, dass Goethe wenige Prinzipien der Traumarbeit bereits erkannt und zur Ausarbeitung des Knabenmärchens, das aus zwei Kinderträumen besteht, zum „FAUST 2“ angewendet hat. Außerdem ist anzunehmen, dass Goethe insbesondere den „FAUST 2“ (aber auch FAUST1) symbolisch in der Welt und entsprechend dem Knabenmärchen zugleich in den verschiedenen Räumen und im Hof seines Geburtshauses in Frankfurt gleichnishaft hat spielen lassen (1986, Jahrbuch -Psy-Tiedemann), z.B. die Küche in der Szene HEXENKÜCHE in FAUST1, oder auch die „Studierstube“ des Vaters (DuW) als STUDIERSTUBE im FAUST1 und im, von Mauern umgrenzten, Hof des Elternhauses : „ists ein Hof?“ FAUST2, 3.Akt Helena, kurz vor INNERER BURGHOF (auch diese Szenenüberschrift kann als zusätzlicher Ortshinweis gelten). FAUST2 spielt vermutlich in einer einzigen Nacht mit vier Pausen, entsprechend fünf Akten (Tiedemann, 1986, S. 221–235; s. a. Beutler 1948, S. 905 f.):
„Vier sind die Pausen nächtiger Weile“. 4626
K. R. Eissler hält diese Interpretation für „überzeugend“ (Brief an Autor 1985; www.goethe-psy.de ; dort unter K. R. Eissler:“ zu den Interpretationen des Autors 1986, 1988, 1995“; s. a. hier im Literaturverzeichnis ganz unten).
Entsprechend den zwei Träumen in DuW, spielt FAUST II also vermutlich in einer Nacht. Hierfür gibt es Hinweise. Die erste Szene des FAUST2 ANMUTIGE GEGEND könnte zugleich die Gebrauchsanweisung des FAUST2 sein. Sie